Tagebuch

Rumänienhilfe des Verein`s “ Helfende Hände e.V.“ Dekanat Viechtach

Sonntag 08.05.2016.

Abfahrt um 06.00 Uhr in Köckersried. Start einiger Teilnehmer bereits um 05.00 Uhr und früher. Nach dem Verladen der Ausstattung  ging es über Deggendorf, Passau, Wien, Budapest nach Oradea/Bihor (Westrumänien). Zwischendurch kurze Pausen für Bewegung und Essenfassen. So mancher Regenschauer und Hagel begleitete uns. In Oradea/Bihor übernachteten wir in einem Kloster. Vorher Gottesdienst in der Hauskapelle.Nach dem Abendessen mit anschließender Fachsimpelei über das Erlebte des Tages verschwanden wir in den Betten. Der Tag war lang genug.

 

 

Montag 09.05.2016

Wecken um 04.30 Uhr. Frühstück um 05.00 Uhr. Um 06.00 Uhr waren wir bereits wieder unterwegs. Zwischendurch kurze Pause. Über unterschiedlich gute und schlechte Straßen ging rund 600 km immer weiter nach Osten über die Karpaten. Mit so manchem Regenschauer wurde auch der Tag von Petrus mit Weihwasser bedacht. Gegen 16.30 Uhr kamen wir in Iugani/Mircesti  im Landkreis Iasi an. Zimmer Zuweisung,

kurze Ortsbesichtigung. Gottesdienstbesuch und anschließend Abendessen. In gemütlicher Runde mit Monsignore Fechet, Pfarrer Marcel Blaj, Bürgermeister Petru Antalut, Lkw- Fahrer Andre wurden die örtlichen Begebenheiten der Hilfslieferungen und positiven Ergebnisse besprochenen.

 

 

Dienstag 10.05.2016

Wecken 05.30 Uhr. Frühstück 06.00 Uhr. Einweisung der Helfer und Beginn des Abladens um 07.00 Uhr. Vorher wurden an den Einsatzstellen unser Helfer für ihre Aufgaben eingewiesen. Durch die gute Vorbereitung der mitgefahrenen Helfer konnte der Lkw binnen 3 Stunden abgeladen werden und die Hilfsgüter in die Verteilerzonen verbracht werden. Das Wetter spielte mit, wenn es auch zu Beginn nach starkem Regen aussah. Nach einer sehr kurzen Pause ging es mit der Verteilung der Hilfsgüter von 2 Lkw- Ladungen weiter. Im 20 Minutentakt konnten die 10 Pfarreien aus der Diözese Jasi mit Bekleidung und sonstigen gespendeten, lebenswichtigen Material versorgt werden. Ein genauer Verteilerschlüssel regelte die Zuteilung. Zeitgleich erfolgte mit Hilfe der örtlichen Caritasstelle die Zuteilung der Lebensmittel an Familien und Einzelpersonen. Nach dem Gottesdienst und Abendessen klang der Tag mit der Zusammenfassung des Tages aus.

 

 

Mittwoch 11.05.2016.

Wecken, Frühstück um 07.30 Uhr. Verladen der zu verteilenden Lebensmittel. Aufnahme des Caritaspersonal. Beginn der Verteilung. 28 Pakete konnten bis zur Pause verteilt werden. Bei der Verteilung an die Personen wurde den Helfern die wirkliche Not bei der ländlichen Bevölkerung erkennbar. Das Existenzminimum ist weit unterschritten. Aber die Hilfe ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Für den Außenstehenden ist es nur schwer vorstellbar das es noch solche Not gibt. Das betrifft hauptsächlich Kranke und ältere Personen. Am Nachmittag verteilte eine Gruppe  von Helfern die restlichen Pakete nach dem Verteilungsplan der Caritas. So wurden 100 Lebensmittelpakete an absolut Hilfsbedürftige ausgegeben. Die andere Helfergruppe räumte die Zwischenlagerräume auf und übergab diese Besenrein. Somit hatte die Helfergruppe fast 1700

 

Pakete (Bananenschachteln) verteilt. Die Verteilung der restlichen Hilfsgüter für die Krankenhäuser steht in den nächsten Tagen noch an. Das war bis Dato nur alles möglich weil beherzte Bürger den Verein "Helfende Hände" mit Sach und Geldspenden unterstützen. Die Geldspenden machten die Transporte möglich. Zudem die Helfer ihre Reisekosten selber tragen. Besuch der Abendmesse und anschließend Abendessen. So klang bei der Tagesbesprechung der anstrengenste Tag der Aktion aus.

 

 

Donnerstag 12.05.2016

Wecken. 07.30 Uhr Frühstück. Besichtigung einer Kirche in Gheraesti. Diese Kirche ist bereits seit 7 Jahren in Bau. Auch die alte Kirche in Mircesti besuchten wir. Nun fuhren wir zur Mühle von Petru Gergiceanu, dort konnten wir uns über die Verarbeitung des Getreides informieren. Anschließend fuhren wir weiter zum Bürgermeister nach Mircesti. Dort übergaben wir an Bürgermeister 6 Karton Spielerdresse von der SpVgg Teisnach sowie 2 Karton Feuerwehrbekleidung von der FFW Linden. Zeitgleich besichtigten wir das ehemalige Feuerwehrauto von der Feuerwehr Linden. Gleich um die Ecke besichtigten wir das Museum vom Dichter Vasilli. Danach ging es zur Bäckerei von Petru Gergiceanu. Eine besondere Besichtigung war das nächste Ziel. Eine Genossenschaft von 4 Pfarrgemeinden haben  20 Ha Ackerland, das durch ihr eigenes Personal bewirtschaftet wird. Nach dieser Tour fuhren wir mit Monnignore Fechet nach Roman zum Kinderheim des orthodoxen Priester Popovice. Dort übergaben wir Lebensmittel und Süssigkeiten an die Kinder. Anschließend war für die Helfer kurze Zeit zur freien Verfügung. Abendmesse und Abendessen. Danach Abschlußbesprechung des Tages.

 

 

Freitag 13.05.2016 Fatimatag

Wecken um 06.30 Uhr. Frühstück ,dann Abfahrt nach Iasi. Kräftiger Regen begleitete uns die ganze Strecke. Dort angekommen ging es gleich zur neuen Kathedrale. Wir bekamen eine Sonderführung durch die herrliche Kirche. Zudem ging es noch in ein Museum das zu Ehren des selig gesprochenen Bischofs Anton Durcovice eröffnet wurde. Hier werden die Habseligkeiten und Dokumente des selig gesprochenen Bischofs aufbewahrt. Über die alte Kathedrale die zur Zeit renoviert wird, steuerten wir durch die Fußgängerzone die Mittagspause an. Nach der Stärkung besuchten wir noch die orthodoxe Kathetrale und das katholische Priesterseminar. Bei der Ausstattung der Seminarräume und Unterkunftsräme half der verstorbene Pfarrer  Johann Wagner und dessen Schwester Rosa bereits während der kommunistischen Zeit tatkräftig mit. Diese Hilfe war Grundstock für den Erfolg der heutigen Priesterausbildung. Am späten Nachmittag kamen die Helfer wieder in der Unterkunft an.

Unmittelbar danach ging ein gewaltiges Gewitter mit starkem Regenschauer nieder. Tagesbesprechung und Abendmesse. Das Abendessen wurde auf Grund einer Helfereinladung ausserhalb bei Petru Gergiceanu,  eingenommen.

 

 

Samstag 14.05.2016

Wecken um 06.30 Uhr. Um 07.30 Uhr Frühstück. 09.00 Uhr nach Roman. Auf der Strecke besuchten wir noch 3 Gotteshäuser in unterschiedlicher Bauart und Ausstattung. Mittagessen in Roman. Reiseleiter und Übersetzer war  Priester Macel Blaj

Danach ,Einkauf der notwendigen Verpflegung für die Rückreise nach Deutschland. Ankunft in Unterkunft am späten Nachmittag. Abendmesse und Bespechung des Tages beim Abendessen.

 

 

Sonntag 15.05.2016

Wecken um 04.00 Uhr. Um 04.30 Frühstück. Um 05.00 Uhr (rumänische Sommerzeit ist 1 Stunde vor der MESZ)  Abfahrt nach Westen in Richtung Heimat. Die Strecke führte uns über die Karpaten bis auf eine Höhe von ca. 1500 mtr. Die gesamte Wegstrecke war wesentlich besser als bei der Anreise, dafür auch erheblich länger. Der Herr Gott segnete uns mit Weihwasser für unsere Arbeit. Zwischendurch eine kurze Pause  auf einem Pass in den Karpaten. Konnten uns wegen der Witterung nicht lange auf  dem landschaftlich schön gelegnen Parkplatz halten. Erst am späten Nachmittag erreichten wir, wie bei der Anreise unsere Zwischenübernachtung in Oradea/Bihor. Abendessen und Besprechung des Tages. Planung der Fahrstrecke durch Ungarn nach Deutschland.

 

 

Montag den 16.05.2016

Wecken um 04.00 Uhr. Abfahrt ohne Frühstück zur Grenze nach Ungarn. Kontrolle durch Grenzpolizei. Die erste Hürde war genommen. Die verschärften Kontrollen wurden wegen der Schleusung von Flüchtlingen durchgeführt. Die Entscheidung möglichst Früh zu starten wirkte sich für uns positiv aus die Straßen waren um diese Zeit noch wenig befahren. Über Budapest, Wien, Passau erreichten wir am Nachmittag den Ausgangspunkt unserer Reise . Pausen und Grenzkontrollen waren notwendig aber immer ohne Regen. Alle waren froh wieder zu Hause zu sein. Aufräumen und gemeinsame Fahrzeugwäsche. Anschließend noch kurze Abschlußbesprechung bei Kaffee und Kuchen.

Zusammenfassend kann nur gesagt werden, wenn uns die Bürger helfen, Ware spenden und die Kosten des Transportes durch Geldspenden finanzieren kann die absolut wichtige Hilfe weiter geführt werden.